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In Erich Schatt's Werkstatt entstand eine
phantastische Maschinenskulptur |
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Ist es eine Skulptur oder eine Maschine? Wenn Erich Schatt in
seine Maschinenskulptur steigt und die Maschine mit Fusskraft oder mit
Elektromotor in Bewegung setzt, erinnert es auf jeden Fall an die Werke
von Jean Tinguely. Das Hören und Sehen beim Kreisen und Rattern der
Zahnräder, Ketten, Getriebe und Kreuzgelenke ist eine wahre Freude.
Sämtliche Bestandteile, mit Ausnahme des Motors, sind aus Holz, von
Erich Schatt in jahrelanger Arbeit eigenhändig angefertigt. Seine
Maschine zeichnet ihn als hervorragenden Kunsthandwerker aus, der auch
die Gesetze der Mechanik beherrscht. Wenn man Erich Schatt neben seiner
Präzisionsmaschine stehen sieht, deren unzählige Bestandteile alle
durchdacht und handwerklich vom Feinsten sind, könnte man meinen, dass
sein Talent für den Werkstoff Holz auf jeden Fall aussergewöhnlich ist.
Er möchte auch andere dafür begeistern. Sein Ziel ist es auch,
interessierten Leuten den Antrieb und die Kraftübertragung von Ketten
und Getrieben zu zeigen. |
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Holz ein
aussergewöhnlicher Werksstoff
Bereits als Kind war Sammeln und Werken mit Holz sein Hobby gewesen.
Schon früh war klar, dass Erich Schatt eine grosse Leidenschaft für Holz
besitzt und dies sein zukünftiger Beruf sein wird. Er war schon damals
in Abbruchhäusern und hat die schönen alten Fussböden, Holzwände und
alles was man noch brauchen konnte herausgenommen. Dreck stört ihn
überhaupt nicht, darunter verbarg sich oft das schönste Holz, das erst
noch Jahre lang gut gelagert wurde. So sammelten sich unzählige alte
Gegenstände an, die er dann wieder verkaufte und mit dem Geld Werkzeug
und Hobel kaufte. Alte Holzverbindungen und antike Möbel haben ihn schon
immer fasziniert. Er erlernte den Beruf als Möbelschreiner und arbeitete
in verschiedenen Betrieben als Bank und Kundenschreiner, Anschläger und
Maschinist. Später suchte er sich eine Anstellung als Antikschreiner
und hat sich auf die Restaurierung antiker Möbel spezialisiert. Sein
Wunsch, mit Massivholz zu arbeiten, wurde ihm erfüllt. |
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Vieles erinnert
an ein Fahrrad
Erich Schatt hat schon unzählige Arbeitsstunden in seine Holzmaschine
investiert. Jeden Samstag arbeitet er rund sechs Stunden in seiner
Werkstatt. Sein zeitintensives Hobby begann mit der Faszination von
Zahnrad und Kette. Er kam vom Gedanken nicht mehr los, dass dies auch
mit Holz machbar sein müsste. So begann er sein grosses Werk mit einer
Modellkette aus Holz, die er vor 8 Jahren (1998) anfertigte. Ketten und
Motoren hatten auf ihn schon immer faszinierend gewirkt. Er nahm eine
Fahrradkette als Muster und fertigte sie aus Holz. Dazu berechnete er
noch die Zahnkränze, und so kam ein Teil zum Anderen. Seine Vorstellung,
eine hölzerne Maschine zu bauen, begann vor ca. 9 Jahren. Die heutige
Maschine, über 2 m hoch, 2 m lang und 1 m breit nahm ihren Anfang ganz
klein. Erich Schatt hatte genau seine Vorstellung wie die Holzmaschine
am Schluss aussehen sollte. Er investierte seine ganze Freizeit und
einen Teil von seinen Ferien in seine Maschine. Nebst den vielen
Arbeitsstunden brauchte es auch noch Kalkulationen und technisches
Know-how und viel Geduld bis alle Teile ineinander passten. Nach 7Jahren
war die Maschine fertig und er konnte sie zum ersten Mal ausstellen. |
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Schon die erste
Ausstellung war ein voller Erfolg
Am 26. Oktober 2002 konnte Erich Schatt die Maschine am Jahreskongress
des Sägereiverbandes in Schaffhausen (CH) zum ersten Mal öffentlich
ausstellen. An diesem Anlass ist sie erst so richtig zur Geltung
gekommen. Bei den Fachleuten in Schaffhausen ist sein Werk auf jedem
Fall auf grosses Interesse gestossen. Immer wieder bekommt Erich Schatt
von Interessenten aus dem In- und Ausland Anfragen, ob die Holzmaschine
für Ausstellungen zur Verfügung stehen würde. |
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Die 2. Holzmaschine ist schon in Arbeit
Es gibt fast
nichts, was Erich Schatt aus Holz nicht angefertigt hat. Ein Blick in
sein Fotobuch zeigt, dass er für ziemlich alles eine gute Lösung hat.
Neben Möbel jeglicher Art, Spielzeugen, Spielen, Laternen, Aktenkoffer,
Meerschweinchenstall auch ein 2 m langes Modell eines amerikanischen
Trucks. Für diesen wurden ihm schon einige Male Angebote gemacht, aber
damals konnte sich Erich Schatt nicht von ihm trennen. Eigentlich wollte
Erich Schatt einen zweiten Anhänger bauen und darauf einen Tank mit zwei
Kammern montieren, aus denen bei Firmenfesten Rot- und Weisswein
geflossen wäre.
An Ideen fehlte es
ihm nie. Die zweite Maschine, an der er bereits schon ein Jahr an der
Arbeit ist, wird nicht mehr so gross, dafür einiges komplizierter. Die
Maschine besteht aus einem Planetengetriebe, das 80 cm Durchmesser hat.
Angetrieben wird sie ähnlich wie die erste Maschine mit einer Holzkette.
Man sitzt auf einem Holzsattel, der in einer Schwalbenschwanzführung hin
und her geschoben wird. Wahrscheinlich wird seine neue Maschine in ca. 3
Jahren soweit fertig sein, dass sie den interessierten Leuten gezeigt
werden kann. |
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