Erich Schatt

 

CH-8424 Embrach

Holzmaschine

 

          

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In Erich Schatt's Werkstatt entstand eine phantastische Maschinenskulptur

Ist es eine Skulptur oder eine Maschine? Wenn Erich Schatt in seine Maschinenskulptur steigt und die Maschine mit Fusskraft oder mit Elektromotor in Bewegung setzt, erinnert es auf jeden Fall an die Werke von Jean Tinguely. Das Hören und Sehen beim Kreisen und Rattern der Zahnräder, Ketten, Getriebe und Kreuzgelenke ist eine wahre Freude. Sämtliche Bestandteile, mit Ausnahme des Motors, sind aus Holz, von Erich Schatt in jahrelanger Arbeit eigenhändig angefertigt. Seine Maschine zeichnet ihn als hervorragenden Kunsthandwerker aus, der auch die Gesetze der Mechanik beherrscht. Wenn man Erich Schatt neben seiner Präzisionsmaschine stehen sieht, deren unzählige Bestandteile alle durchdacht und handwerklich vom Feinsten sind, könnte man meinen, dass sein Talent für den Werkstoff Holz auf jeden Fall aussergewöhnlich ist. Er möchte auch andere dafür begeistern. Sein Ziel ist es auch, interessierten Leuten den Antrieb und die Kraftübertragung von Ketten und Getrieben zu zeigen.

Holz ein aussergewöhnlicher Werksstoff

Bereits als Kind war Sammeln und Werken mit Holz sein Hobby gewesen. Schon früh war klar, dass Erich Schatt eine grosse Leidenschaft für Holz besitzt und dies sein zukünftiger Beruf sein wird. Er war schon damals in Abbruchhäusern und hat die schönen alten Fussböden, Holzwände und alles was man noch brauchen konnte herausgenommen. Dreck stört ihn überhaupt nicht, darunter verbarg sich oft das schönste Holz, das erst noch Jahre lang gut gelagert wurde. So sammelten sich unzählige alte Gegenstände an, die er dann wieder verkaufte und mit dem Geld Werkzeug und Hobel kaufte. Alte Holzverbindungen und antike Möbel haben ihn schon immer fasziniert. Er erlernte den Beruf als Möbelschreiner und arbeitete in verschiedenen Betrieben als Bank und Kundenschreiner, Anschläger und Maschinist. Später suchte er sich eine Anstellung als Antikschreiner und hat sich auf die Restaurierung antiker Möbel spezialisiert. Sein Wunsch, mit Massivholz zu arbeiten, wurde ihm erfüllt.

Vieles erinnert an ein Fahrrad

Erich Schatt hat schon unzählige Arbeitsstunden in seine Holzmaschine investiert. Jeden Samstag arbeitet er rund sechs Stunden in seiner Werkstatt. Sein zeitintensives Hobby begann mit der Faszination von Zahnrad und Kette. Er kam vom Gedanken nicht mehr los, dass dies auch mit Holz machbar sein müsste. So begann er sein grosses Werk mit einer Modellkette aus Holz, die er vor 8 Jahren (1998) anfertigte. Ketten und Motoren hatten auf ihn schon immer faszinierend gewirkt. Er nahm eine Fahrradkette als Muster und fertigte sie aus Holz. Dazu berechnete er noch die Zahnkränze, und so kam ein Teil zum Anderen. Seine Vorstellung, eine hölzerne Maschine zu bauen, begann vor ca. 9 Jahren. Die heutige Maschine, über 2 m hoch, 2 m lang und 1 m breit nahm ihren Anfang ganz klein. Erich Schatt hatte genau seine Vorstellung wie die Holzmaschine am Schluss aussehen sollte. Er investierte seine ganze Freizeit und einen Teil von seinen Ferien in seine Maschine. Nebst den vielen Arbeitsstunden brauchte es auch noch Kalkulationen und technisches Know-how und viel Geduld bis alle Teile ineinander passten. Nach 7Jahren war die Maschine fertig und er konnte sie zum ersten Mal ausstellen.  

Schon die erste Ausstellung war ein voller Erfolg

Am 26. Oktober 2002 konnte Erich Schatt die Maschine am Jahreskongress des Sägereiverbandes in Schaffhausen (CH) zum ersten Mal öffentlich ausstellen. An diesem Anlass ist sie erst so richtig zur Geltung gekommen. Bei den Fachleuten in Schaffhausen ist sein Werk auf jedem Fall auf grosses Interesse gestossen. Immer wieder bekommt Erich Schatt von Interessenten aus dem In- und Ausland Anfragen, ob die Holzmaschine für Ausstellungen zur Verfügung stehen würde.

Die 2. Holzmaschine ist schon in Arbeit

Es gibt fast nichts, was Erich Schatt aus Holz nicht angefertigt hat. Ein Blick in sein Fotobuch zeigt, dass er für ziemlich alles eine gute Lösung hat. Neben Möbel jeglicher Art, Spielzeugen, Spielen, Laternen, Aktenkoffer, Meerschweinchenstall auch ein 2 m langes Modell eines amerikanischen Trucks. Für diesen wurden ihm schon einige Male Angebote gemacht, aber damals konnte sich Erich Schatt nicht von ihm trennen. Eigentlich wollte Erich Schatt einen zweiten Anhänger bauen und darauf einen Tank mit zwei Kammern montieren, aus denen bei Firmenfesten Rot- und Weisswein geflossen wäre. An Ideen fehlte es ihm nie. Die zweite Maschine, an der er bereits schon ein Jahr an der Arbeit ist, wird nicht mehr so gross, dafür einiges komplizierter. Die Maschine besteht aus einem Planetengetriebe, das 80 cm Durchmesser hat. Angetrieben wird sie ähnlich wie die erste Maschine mit einer Holzkette. Man sitzt auf einem Holzsattel, der in einer Schwalbenschwanzführung hin und her geschoben wird. Wahrscheinlich wird seine neue Maschine in ca. 3 Jahren soweit fertig sein, dass sie den interessierten Leuten gezeigt werden kann.

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