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So etwas bringt wahrscheinlich nur ein
Eidgenosse mit der ihm eigenen uhrwerksmässigen Präzision und
unendlicher Geduld fertig: Sieben Jahre lang hat Erich Schatt seine
Freizeit in die Konstruktion und Fertigung einer Maschine aus Holz
gesteckt. 30 Zahnräder gefertigt, jeden Zahn einzeln eingeleimt, jede
Menge Kettenglieder gemacht und verbunden, Getriebe und Gelenke gebaut
und alles zu einem Präzisionswerk vereint, in dem alles ineinander
greift, angetrieben von Pedalkraft.
Am Anfang stand die Faszination, die Fahrrad- und Schiffsketten auf den
Schweizer Antikschreiner ausübten, und so fertigte er erst einmal eine
einzige Kette. Dann wuchs die Maschine Kettenglied um Kettenglied, Zahn
um Zahn und tourt jetzt samt ihrem Erbauer und dessen Ehefrau Mägi durch
die Lande, um Menschen neben der Faszination des Werkstoffs Holz auch
die von Antrieb, Übersetzung & Co. nahe zubringen.
Die kunstvolle Maschine war auf der Kunsthandwerksausstellung "Wonders in
Wood" im Rahmen der Ligna der Publikumsmagnet. So durfte Erich Schatt
sich wiederholt auf den hölzernen Sattel schwingen und in die Pedale
treten, um staunenden Messebesuchern sein Werk in ratternder und
kreisender Bewegung vorzuführen. Jeden Tag strampelte er Kilometer für
Kilometer, verriet er mit einem verschmitzten Lächeln.
Im Gegensatz zu den metallenen Kollegen müssen die hölzernen
Getriebeteile überigens nicht geschmiert werden.
Das übernehmen die im Holz enthaltenen Säfte, erklärt Schatt.
Um die Freizeitgestaltung ihres Mannes muss sich seine Frau Mägi auch in
den kommenden Jahren wohl keine Gedanken machen, denn die zweite
Maschine hat er schon in Arbeit: Ein Planetengetriebe mit 80 cm
Durchmesser wird deren Herzstück bilden. Fertig sein soll sie in drei
Jahren.
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